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Montag, 16. März 2009

Ähem...

Hiermit möchte ich mich bei allen (beiden - Hallo Mama!) treuen Lesern entschuldigen, dass ich sie so lange auf dem trockenen hab sitzen lassen. Aber meine lpd (letters per day - Buchstaben am Tag) gingen leider völlig für die Diplomarbeit drauf. Wer sich jetzt wundert, dass ich davon schon seit Beginn dieses Blogs schreibe, dem sei gesagt, es ist nun fast vollbracht: Zum Ende des Monats wird abgegeben. Endlich. So langsam wird's anstrengend. Aber das muss wohl so sein...

Dann aber, liebe Leser, wird es auch wieder von mir hier etwas geben, zumindest, solange ich noch im Pestheim, Erdgeschoss wohnen darf. So viele Themen haben sich über die letzten Monate angestaut, da kann schon einiges interessantes herauskommen. Spätestens, wenn ich wieder Pratchett lesen kann. Oder wenn der nächste Film fertig ist.

Bis dahin soll ein wenig Lesestoff aus der oben angesprochenen Diplomarbeit reichen. So was nennt man - glaub ich - Zweitverwertung... Deshalb hier die ersten Sätze aus "Die amtlich-preußische Kriegsberichterstattung in der Provinzial-Correspondenz während der Kriege von 1866 und 1870/71":


„Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.“[1]

- Otto von Bismarck zugeschrieben

Kriege sind ein elementarer Bestandteil der menschlichen Geschichte. Und seitdem es die ersten Avisen, Meß-Relationen und Zeitungen gab, haben die Menschen ein Bedürfnis, über die Geschehnisse an der Front informiert zu werden, gab es also Kriegsberichterstattung. Genauso hatten aber die meisten Souveräne und Staatsmänner immer das Anliegen, dass positiv oder zumindest nicht negativ über ihre Person, ihre Taten und ihre Entscheidungen berichtet wurde und dass sie die Öffentlichkeit auf ihrer Seite hatten. So entstand die amtlich organisierte Einflussnahme auf öffentliche Meinung und Presse, bis hin zur kompletten Lenkung und amtlichen Überwachung der Massenmedien, wie sie manche Regime praktiziert haben. Das eingangs erwähnte Zitat, das dem preußischen und deutschen Reichskanzler Graf Otto von Bismarck zugeschrieben wird, kann in diesem Zusammenhang dahingehend interpretiert werden, dass die Wahrheit hierbei häufig auf der Strecke blieb. Und man kann davon ausgehen, dass Bismarck durchaus wusste, wovon er dabei sprach, schließlich gehen zahlreiche Maßnahmen zur Organisation der Presse in Preußen und im Deutschen Kaiserreich auf seine Verantwortung zurück. In diesem Kontext besonders hervorzuheben ist die von ihm initiierte Etablierung eines amtlichen Presseapparates, der strikt nach seinen Vorgaben in Kriegs- und Friedenszeiten die Nachrichtenagenda bestimmen und gestalten sollte. Teil dieses bismarckschen Systems war die seit 1864 erscheinende Provinzial-Correspondenz, eine wöchentliche Beilage zu den preußischen Kreisblättern, die vom Literarischen Bureau des preußischen Innenministeriums verantwortet wurden.


[1] zitiert nach Nicolaus, Frank (2003): Kriegspropaganda. In: P.M. Magazin.
http://www.pm-magazin.de/de/heftartikel/ganzer_artikel.asp?artikelid=461.




Samstag, 12. April 2008

Zwischen den Illuminaten und einem Viertel-Jahrhundert

Nun ist es also soweit... Ich bin vor 2 Tagen wieder um ein Jahr älter geworden! Und entgegen aller Warnungen fühle ich mich weder alt, noch gebrechlich, hässlich oder sonst irgendwie anders. Was auch an einem typischen Dialog des Donnerstag Abend liegen könnte:

- "Und wie alt wirst du jetzt eigentlich?"
- "24..."

- "Ach wie süüüüüß!"

Ist das nicht toll... Da ist man also mit 24 Jahren immer noch süß. Als dieser Antwort aber auch immer öfter folgte: "Ich erinnere mich auch noch wie es war, als ich 24 war..." machte ich mir ernsthaft Gedanken um das Alter meiner Gäste... Aber als es dann reich beschenkt wieder in die Tiefen des Pestheims gin war j noch lange nicht Schluss! Und so konnten wir drei Beweise antreten:
1. Auch mit 24 kann man noch bis in die Morgenstunden feiern...
2. Es passen trotz einer aufgeblasenen Matratze für einen Übernachtungsgast stolze 10 Personen in mein Zimmer.
3. In einem Auto schläft es sich genauso gut wie in einem Pestheim-Bett...

So starte ich nun um einige Erfahrungen reicher mit einigen tollen neuen Bekanntschaften und dankenswerter Weise mit euren zahlreichen Glückwünschen in ein neues Lebensjahr. Auf das es so schön wird wie das letzte!

Ansonsten:
Was läuft: Die Moldau von Bomb Texas
Wie's aussieht: Einzugstag! Hach ist das schön...

PS: Bilder werden im Wir-können-auch-ohne-euch-Spass-haben-Blog nachgereicht...

Mittwoch, 5. März 2008

Wer ist hier der Boss?

Ein schönes Zitat aus einem Lied, dass ich im Moment immer wieder gerne hör...
Ein Schelm, wer böses denkt ;-)

"[Männerstimme; sprechend]:
Some might think, if a young male falls in love,
that he will go mad, or something like that.
I concur, this is completely correct.
He will have visions of grandeur, which certainly
will have negative effects on his normal behavior.
He will enter a dreamlike state and the young male
will revert back to his primeval beast!
There will be symptoms of a regressive evolution
in the case of the male human.
What I'm trying to tell you is:
The woman is the master of the male beast!


[Frauenstimme; singend]:
Believe me I'm the captain, the captain of your big ship
And you're downstairs in the cage prepared
Afraid of my tempting whip"

- Fiddler's Green: Captain's song

Ansonsten:
Was läuft: Matty Groves von Fairport Convention
Wie's aussieht: Werd ich mit dieser Seminararbeit eigentlich auch mal fertig?

Mittwoch, 27. Februar 2008

Ehrenwort!

Da wär ich mal wieder...
Einige Artikel waren ja in den letzten Wochen geplant, aber leider ist keiner davon zustande gekommen: Zum einen wäre da eine weiter Antwort an Martin Wilbers gewesen, aber ich glaube, nun haben wir uns einigermaßen in der Mitte gefunden und uns die Hände gereicht, wie man so schön sagt. Allerdings habe ich am letzten Wochenende ein Erlebnis gehabt, dass mich noch einmal erschüttert hat: Ich sage nur "Ich hab 'ne Zwiebel auf dem Kopf, ich bin ein Döner!"... Wie konnte so etwas passieren? Mir fehlen ob solchem - Entschuldigung! - Mist einfach die Worte... Man muss dem Künst... Säng... Interpre... Menschen, der da ins Mikro brüllt, Tim Toupet mit Namen, zu Gute halten, dass er wirklich ein netter Kerl ist. So zumindest mein Eindruck, als ich ihn kurz vor seinem Voll-Playback-Gesödel getroffen habe. Weiter Worte sollen darüber nicht verloren werden.

Dann wäre da noch mein Arbeitswechsel gewesen: Vom Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg zur DATEV eG nach Nürnberg... Aber leider kam ich noch nicht dzu, einen ordentlichen Rückblick zu verfassen. Die Erinnerungen sind immernoch zu nah *schnief*

Was bleibt: Politik, Politik, Politik... Überall grinsen mich nun wieder die ganzen selbsternannten Kommunal-Helden. Wenn ich nach Hause komme: Wahlwerbung im Briefkasten, unter anderem die Begrüßung als Erstwähler (bei der letzten Kommunal-Farce war ich ja noch leicht außerhalb der Wahl-Legalität). Die Kandidaten ziehen von Tür zu Tür, je nach Partei wirken sie dabei entweder wie die Spar-Version der Zeugen Jehovas oder wie schlecht gekleidete Schutzgeldeintreiber der Mafia... Aber auch die können ja nicht den ganzen Tag mit dem Otto-Katalog unterm Arm rumlaufen.
Eine Sache haben sie aber bei uns am Lande alle gemein: Irgendwie stimmt die Kommunikation nicht... Und teilweise mit üblen Folgen: Wenn man amtierender Bürgermeister (FW) ist, dann sollte man nicht unbedingt das auf die Wahlkampffahne schreiben, was man falsch gemacht hat. Vor allem nicht, wenn es dabei um den Abzug zweier großer Firmen in die Nachbargemeinde geht. Natürlich sind die jeweiligen Geschäftsführer Gemeinderat für die CSU bzw. deutlich CSU-affin, aber auch das sollte man nicht breittreten. Und ihnen dämliches bzw. sogar rechtswidriges Verhalten vorwerfen! Ein Abgrund von Dorf-Verrat... war es eben nicht. War auch mittlerweile geklärt.
Das Problem ist dann, dass die meisten größeren Firmen einen deutlich besseren PR-Apparat als die Freie Wähler-Ortsgruppe Eckental haben. Und so geht der Schuss ganz schnell nach hinten los... wer's nachlesen will, sehe einfach mal im Archiv des wochenblatts nach (los geht's mit Heft #06)!
Man könnte mir ja nun auch vorwerfen, dass dieser Artikel aus einer gewissen Politikverdrossenheit heraus entstanden ist. Dass er deshalb vielleicht auch etwas konfus und teilweise auch nicht sehr nett und eher pessimistisch ist. Und das, obwohl ich einmal gesagt habe, dass ich politische Themen hier aussparen will... Deshalb sage ich es hiermit noch einmal frei heraus: Wenn dieser ganze Zirkus am Sonntag vorbei ist, dann werde ich die politischen Themen wieder ruhen lassen! Darauf gebe ich Ihnen, meinen Lesern, mein Ehrenwort - ich wiederhole - meinen Lesern, mein Ehrenwort! Ehrlich!

Ansonsten:
Was läuft: Die Bayern tun sich noch etwas schwer gegen die 60er, der Pokal hat halt seine eigenen Regeln...
Wie's aussieht: Schaun mer mal!

Sonntag, 3. Februar 2008

"Nun steh ich am Fenster, schau hinaus in die Nacht..."

"... und ich lebe ein Leben, das vom Teufel gemacht!" Soweit der Refrain eines Liedes von Schandmaul... Wer es nicht kennt: Dort geht es um einen Spielmann, der für Erolg als Musiker seine erste Liebe an den Teufel verkauft... Bis gerade eben war es noch nicht auf meiner Playlist, aber ein Blogeintrag von Martin Wilbers hat mich nun doch ins Grübeln gebracht.
Denn die Musik gehört - unzweifelhaft - heute zu unserem Alltag wie Essen, Trinken und Atmen. Im Auto, beim Arbeiten, im Café, im täglichen Fernsehen und leidlicherweise auch immer häufiger überall, seitdem es groß in Mode ist, den Bus/den Schnellimbiss/die Fußgängerzone mit Handymusik zu beschallen. Aber auch aus den Nachrichten - vor allem aus denen aus der Welt der Prominenz - sind Musik und Musiker nicht mehr wegzudenken. Hier geht es allerdings meist nur in zweiter Hinsicht um die musikalischen Fähigkeiten der Personen, im Hauptaugenmerk liegen ihr alltägliches Dasein, ihre Eigenheiten, ihre Mode, ihre Frisuren, ihre Exzesse, ihr Aufstieg und ihr Niedergang.
Gerade dadurch oder auch zusätzlich ist aber Musik auch mehr geworden - eine Philosophie, ein Lebensgefühl. Und in diesem Punkt muss ich Martin widersprechen: Auch oder gerade heute und in unserer Generation hat die Musik Menschen zusammengeführt und abgegrenzt. Sie hat eigene Subkulturen geschaffen, die nicht nur die Musik hören, sondern die die Musik leben. Seien es die HipHopper, die Goth, die Emos oder die Metaller... oder eben jene, die sich der sogenannten "Popkultur" verschrieben haben: seichte, leicht zu konsumierende und zu verkaufende Musik von austauschbaren Gesichtern dahingeträllert, der Rhythmus am Computer generiert und häufig einfach immer gleich. Aber dennoch mit einem Personen-Kult ausgestattet, der bei allen Musikrichtungen gleich ist. Seien es kreischende Tokio Hotel-Fans, die tage- und nächtelang anstehen um Karten zu ergattern, Fans, die extra nach Paris pilgern um das Grab von Jim Morrison zu sehen oder die Verehrung und der Krieg den die HipHopper Tupac Shakur und Notorious B.I.G. hervorgerufen haben und die sich heute in so vielen Personen wiederfinden. Häufig ist der Ruhm hierbei zwar nur von kurzer Dauer - man sehe sich die sämtlichen Retorten-Bands und -"Künstler" aus den deutschen Casting-Shows an -, die Interpreten werden austauschbar und ein Werkzeug für die Musikindustrie... aber immer wieder gibt es auch Solche, die überdauern, wenn auch nur in den Köpfen weniger, dort aber um so heftiger.
Eines haben sie aber mittlerweile fast alle gemeinsam: Es geht hier um viel, viel Geld! Um wirklich verflucht viel Geld... zu viel Geld! Geld, mit dem sich solche "Stars" in andere Teile der Unterhaltungsindustrie einkaufen, wie in Film oder Mode (beide Male größtenteils mit furchtbaren Konsequenzen). Geld, auf das man auch nicht mehr verzichten möchte... Es folgen Steuerhinterziehung, Millionenklagen, Scheidungskriege und der Kampf gegen Raubkopierer, während die Konsumenten ihre letzten Cent zusammenkratzen um sich die neue CD zu kaufen.
Oder der "Verkauf der eigenen Seele" an die Maschinerie der Publicity - Dschungelcamp, Big Brother etc.

Aber die Aussicht ist wahrscheinlich ebenso pessimistisch wie im Bezug auf Spitzensportler und andere Prominenz: Es wird sich halt nicht viel ändern! Weil wir halt auch nicht darauf verzichten können und wollen - auch ich nicht...
Und so bleibt nur die Liedstelle:

"Reichtum und Wolllust sind nun mein Leb'n,
die Herzen der Frauen sind mir ergeben.
Was immer ich will, es wird mir geschenkt,
Rücksicht und Mäßigung sind mir fremd!"

Ansonsten:
Was läuft: siehe Titel...
Wie's aussieht: kalt und klar... eigentlich perfekt für einen Spaziergang... Wenn da morgen nicht die Klausur wäre.

Montag, 28. Januar 2008

Die Qual der Wahl

Vorab: Es geht hier nun im Folgenden NICHT um die Landtagswahl in Hessen, wie so mancher vielleicht vermuten würde... Schließlich möchte ich mich in meinem Blog von der Politik aus Gesichtspunkten der Neutralität fernhalten. Ganz geht das aber sowieso nicht und ich habe mir bescheinigen lassen, dass das Folgende schon fast nicht mehr Politik ist... Deshalb nun ein Artikel über:

Die Qual der Kommunalwahl:

Ja isses denn schon so weit? Die Zeit des Umbruchs ist gekommen! Denn Igensdorf (wie fast alle bayerischen Kommunen) wählt 2008! Oder doch nicht?
Mal von Anfang an: Im Jahre des Herrn 1972 wurde im Zuge der Gebietsreform das wunderschöne Fürstent.. äh die Gemeinde Igensdorf ins Leben gerufen - nach unserem Umzug mein Heimatort. Anfangs sollte das Fürst... die Gemeinde unter ihrem Fürste... Bürgermeister Erwin I. äh Erwin Zeiß noch der Gemeinde Gräfenberg unterstellt sein, jedoch konnte man am 1.1.1980 die Unabhängigkeit feiern und es entstand das Königrei... die eigenständige Gemeinde Igensdorf. Seitdem hat sich nicht mehr viel verändert... Bis König Erwin... äh, der Bürgermeister nach seiner letzten Inthronisation, äh, will sagen, nach der letzten Wahl proklamierte, er würde 2008 zu Gunsten seines Kronprinz... Nachfolgers abdanken. Dieser war in der Königsfam... äh, CSU auch bald gefunden: Prinz Willi I., ach ne, Willi Landsmann sollte es sein, der ab nun die Geschicke dieses schmucken Fleckchens Erde leiten sollte.
Ob nun durch Unstimmigkeiten innerhalb der Fam... der Partei, oder, um dem Unterta... dem Wähler zu viel Denkarbeit zuzumuten, vielleicht auch nur um etwas Spannung zu erzeugen, beschloss man, die Farce... äh, meine natürlich die Wahl etwas aufzupeppen. Schließlich war es immer so langweilig, wenn die SPD und die FW so sang- und klanglos untergingen. So stellt nun dieses Jahr auch die Wählergruppe "Igensdorfer Umland" einen Kandidaten für den Thro... das Amt des Bürgermeisters (die SPD dafür keinen mehr): Wolfgang Rast... Grübel, grübel denkt sich da der Igensdorfer, den Namen hab ich doch schonmal gehört... Richtig: Der war doch bis zum letzten Jahr noch 2. Vorsitzenden des CSU-Ortsverbands! Diese Schlingel... Aber, damit auch im Hofstaa... Gemeinderat mal ein paar mehr Parteien sitzen, kann man dahinein nun auch die "Jungen Bürger" wählen. Recht so! Endlich mal junges Blut... Und wer steht denen voran? Florian Drewicke, der jüngste Sproß der Königsfam... der Vorsitzende des Ortsverbandes der JU.
Jo mei, dann ist's doch ganz einfach, sagt da der treue Untert... der mündige Wähler... Des is jo wie beim "3-g'winnd"... Völlich worscht wo i do mei Kreizerl hi moch. Is doch a amal schee...

(Der vorstehende Artikel soll in keiner Weise die genannten Personen oder ihr politisches Können herabwürdigen. Er stellt einzig eine Kritik an der in Igensdorf gebotenen Partei-Praxis dar. Kritik und Beschwerden können natürlich jederzeit geäußert werden!)

Ansonsten:
Was läuft: Sally MacIennan von The Pogues
Wie's aussieht: schwarz...

Samstag, 12. Januar 2008

Proof of Live

Kaum zu glauben... Ich lebe noch! Na gut, so unwahrscheinlich ist das ja auch wieder nicht, Unkraut vergeht schließlich nicht. Für alle die sich mehr Berichte über Mauritius gewünscht hätten lege ich hiermit einfach Inas Blog ans Herz (dort einfach nach dem Label Mauritius schauen)... Dort stehen unsere Urlaubsberichte einschließlich Fotos online.
Warum nun ich so lange nix von mir hab hören lassen waren zum einen die üblichen Gründe: Diplomarbeit, Referat, immer unterwegs... Aber auch schlicht und ergreifend die Tatsachen, dass ich nicht wusste, wo ich in diesem jungen Jahr 2008 anfangen sollte. Sollte ich über die kriminellen und gewalttätigen Jugendlichen schreiben? Nein, von Politik halte ich mich fern! Eisbären? Beantwortet's euch selbst... Jungel Camp? Ja sicher...
Aber mit recht viel mehr werden wir ja nun nicht mehr beschallt und mit Informationen versorgt... Aber ich kann euch versprechen, es wird wieder mehr geben, sobald ich mich wieder richtig eingelebt habe, bis dahin müsst ihr euch noch etwas gedulden.
So weit verbleibe ich mit den besten Grüße!

Ansonsten:
Was läuft: Where the Wild Roses grow von Nick Cave und Kylie Minogue
Wie's aussieht: Die Landflucht hat alle mal wieder zum Wochenende vom Pestheim weggetrieben...

Dienstag, 27. November 2007

"15 Mann auf des toten Manns Kiste"

Wie entsteht eigentlich ein Film? Nun, einige die mich kennen, wissen, dass ein paar Freunde und ich versucht haben, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Klar, wir haben dabei als Laien auch diverse Fehler gemacht, aber ich denke, für ein Budget von 0,- Euro ist ein passables Ergebnis rausgekommen, und wir haben sicherlich auch einen schönen Einblick in die harte Arbeit bekommen, die hinter so einem Projekt steckt...
Eine Sache frage ich mich allerdings immernoch: An welcher Stelle der Produktion wird eigentlich beschlossen, ob das Werk nun ins Kino kommt, oder ob daraus ein TV-Film wird... Stop: Es heißt ja heute "Das TV-Event des Jahres!!!" welche Kriterien entscheiden so etwas? Naja, einige Geheimnisse des Lebens werden wohl nie gelöst werden.
Ich habe die letzten zwei Abende nun "Das TV-Event des Jahres!!!" von diesem Monat gesehen... "Die Schatzinsel"... Story ist ja bekannt und über die Jahrzehnte hin weiterhin beliebt... So weit so gut...
Und: Großartige Sets, eine tolle "Hispaniola" und schöne Kostüme....
Aber: Anscheinend war dann nicht mehr genug Geld für einen ordentlichen Schnitt, ein gutes Drehbuch-Lektorat und bitte, bitte anständige Requisiten übrig! Oder genug Zeit, damit die Schauspieler ihren Text soweit intus haben, dass die teilweise sehr gelungenen Textzeilen auch schön und nicht gestelzt rüberkommen.
Unglaublich, was man aus dieser Story machen kann, wenn zwischendrin riesige Plotlöcher einen verschlucken, man sich vor lauter dahingestammelter Sülze nicht mehr halten kann vor lachen oder man sich wie wild freut, weil man gelernt hat, dass Rambo einen Ur-Ur-Urgroßvater hatte (Benn Gunn...).
Natürlich gab es auch Lichtblicke... Aber damit auch immer gleich die Frage, wie groß das Gefälle der Schauspielleistung innerhalb eines Films sein kann. Deshalb sag ich jetzt mal nicht über Francois Goeske (der is ja noch jung, der hat noch Zeit) oder die absolute Fehlbesetzung seiner Filmmutter (hätte wohl eher seine ältere Schweser sein können).
Andererseits waren Tobias Moretti als Long John Silver und Jürgen Schornagel als Cpt. Smollett sehr großartig. Jürgen Vogel und Richy Müller sind leider etwas untergegangen, aber dafür hat Diane Willems einen tollen Job gemacht (auch wenn ihre Rolle nur für die typische Romantik-Sülze eingebaut wurde), und das sage ich nicht nur, weil man ihre Brüste sieht (war aber toll!). Und Christian Tramitz nimmt man immerhin für ca. 2 Minuten ab, dass er versucht nicht komisch zu sein.
Aber auch an die Nebendarsteller Klaus Schreiber, Gotthard Lange und Thorsten Hammann ein ganz dickes Lob... Die würde ich gerne öfter im deutsch Fernsehn sehen...
Tja, man sieht, ich muss das mit der Filmkritik noch etwas üben... Bekomme irgendwie nicht alles so unter, kann aber auch daran liegen, dass ich etwas müde bin... Nächstes Mal hoffentlich besser!
Bis dahin...


Ansonsten:
Was läuft: Nix... absolut nix! (Vielleicht lag's daran...)
Wie's aussieht: Kalt...

Montag, 12. November 2007

Manche Dinge passen einfach nicht zusammen...

...Männer und Frauen zum Beispiel. Nein, is echt so! Braucht ihr mich gar nicht so anzuschauen. Ich hatte mich ja bewusst von diesem Thema bis jetzt fern gehalten. Aber jetzt kann ich einfach nicht mehr anders! Manchmal macht man sich einfach so seine Gedanken...
Da wäre zum Beispiel: Warum erniedrigen sich manche Männer bis auf die Knochen, nur um die Auserwählte ihres Herzens zu beeindrucken? Ich sage bewusst nicht "erobern", weil das klappt dann meist sowieso nicht. Nur weil Mann weiß, wie "Romantik" geschrieben wird, und weil das vielleicht in irgendeinem Buch - oder noch schlimmer: Film (gerne auch pronographischer Natur) - funktioniert hat, heißt das noch nicht, dass das im echten Leben auch so geht! Aber vielleicht hat diese Selbsterniedrigung ja was befriedigendes... Wie sonst würden Sätze wie: "Deine Augen sind so tief-blau - ich könnte darin ertrinken!" oder "Aber wir sind doch seelenverwandt!" jemals ihren Weg in das reale, nicht von einem Drehbuch verfasste, Leben finden?
Gibt es wirklich Frauen, die darauf anspringen... Und Männer die es nicht nur einmal versuchen, um die Glückliche/Unglückliche ins Bett zu kriegen, oder wiel sie es einfach nicht besser wissen?
Sind das die selben Männer, die Mädels im studivz, die in Gruppen wie "Nyphoman und Spaß dabei" Oder "Ich habe Sex an allen Tagen die mit 'g' Enden - und mittwochs!" auf die virutelle Pinnwand schreiben, dass sie ein "unglaublich schönes/süßes/niedliches etc. Foto" haben?

Allerdings sind da auf umgekehrte Weise auch die Frauen nicht einfacher... Wie sonst ist es zu erklären, dass wir uns immer wieder stundenlang rechtfertigen müssen, obwohl wir gar nichts angestellt haben...

Hierzu aber ein schönes Video:
Na, das soll mal einer verstehen...

Ansonsten:
Was läuft: Unda von Faun
Wie's aussieht: nächtlich... fehlt eigentlich nur noch der Kerl mit der Gitarre der irgendeiner Angebeteten ein Ständchen bringt.

Donnerstag, 1. November 2007

Heute schon was geschafft?

Eine etwas seltsame Frage, nicht wahr? Aber leider eine, die sich mir im Moment immer wieder stellt. Denn die Tage verfliegen im Moment wie im Sturm, und natürlich habe ich auch genug zu tun, aber am Ende des Tages kommt dann immer wieder die selbe Frage durch: "Habe ich heute etwas geschafft?" Antwort: "Natürlich... ich hab dies getan, ich hab das getan, ich war noch hier und dort..." Aber: Irgendwie ist dann immernoch so viel in meinem Kopf, so viel, das ich noch vergessen habe und so weiter und so fort. Das ist auch ein Grund, warum ihr im Moment so wenig von mir zu lesen bekommt. Aber im Endeffekt ist es immer nur eine Frage der guten Organisation... wenn man eine hätte! So bleibt mir nix anderes übrig, als alles nach und nach abzuarbeiten. Jeden Tag ein kleines Stück und immer wieder ein kleines Stück mehr... Bis dann am Ende eine wundervolle Diplomarbeit herauskommt...
Apropos Diplomarbeit: Irgendwie fehlt mir da immernoch ein wenig der Startpunkt. Was aber nicht heißt, das ich noch nix getan hätte, ganz im Gegenteil. Aber irgendwie... weiß ich noch nicht, was ich so wirklich geschafft habe. Und natürlich die Frage: "Was ist, wenn irgendeine arme Sau jetzt eine Hausarbeit zum Thema Kriegsberichterstattung schreiben muss?" Der- oder diejenige sollte dann vielleicht mal bei mir anstatt in der Bibliothek vorbeischauen, schließlich befinden sich fast alle Bücher zu diesem Thema im Moment hier schön gestapelt auf meinen 18 qm. Allerdings müsste ich die jetzt mal alle durcharbeiten und exzerpieren... Und so viele habe ich davon leider noch nicht geschafft... Womit die Frage eigentlich schon beantwortet ist! Deshalb geh ich jetzt mal zurück an die Arbeit.

Ansonsten:
Was läuft: Ina! Juhu! Mit Bild! Und in Farbe!
Wie's aussieht: 1. November und es scheint einfach wunderbar die Sonne... Ich glaube ich müsste mal ein Bild von dem herbstlichen Baum hier vor meinem Fenster online stellen.

Montag, 22. Oktober 2007

Rückblende

Na, habt ihr mich vermisst? (Kommentare wie: "Natürlich nicht!" werden nicht geduldet!) Langsam gehen mir ja die Ausreden aus, warum ich so selten schreib, aber eine hab ich noch: Das Semester ist jetzt ja auch hier in Deutschland wieder losgegangen. Und da gibt es bekanntermaßen viel zu tun: Semester-Anfangs-Party im Live Club, Semester-Anfangs-Party in der Langen Straße, Semester-Anfangs-Party im Morph Club, zwischendrin noch ein wenig "Networking" (also ein Bier mit den Kumpels) und schon ist wieder ein Haufen Zeit vergangen... Tja, hart ist das Leben.
Aber mal ernsthaft: Es hat sich ja einiges getan hier, nicht nur das unsere Fakultät nun GuK heißt (immernoch besser als HuWi), es war auch ansonsten neuer wie alter Semesteranfangsstress... Da wären die zahlreichen Kopier-, Scan- und Semesterapparatsaufträge, aber nun schließlich ja doch noch der schöne Studiengangwechsle zu "Geschichte mit Schwerpunkt Neuere Geschichte". Bedeutet im Klartext, dass ich jetzt noch einmal in meinem Studium mit vielen niedlichen Erstsemestern in einem Proseminar sitzen darf, nur, dass die danach versuchen sich zurechtzufinden, während ich in die Bib tiger um an meiner Diplomarbeit zu werkeln. Wobei das PS ja noch nicht das lustigste ist, nein, zu allem Überfluss darf ich jetzt auch noch das zugehörige Tutorium besuchen... Also noch einmal "Wie halte ich ein Referat?" bis "So finde ich Bücher im OPAC." Sehr lustig... vor allem, weil ich selbst im Anschluss das Selbe an die KoWi-Erstis weitergeben darf. Manchmal zeigt das Schicksal eben doch einen etwas kranken Sinn für Humor...
So viel erstmal als Lebenszeichen von mir, die Tage hoffentlich wieder ein paar Uni-fernere Themen und Posts...

So verbleibt lernbegierig,

Euer Oliver (Wahl-Ersti)

Ansonsten:
Was läuft: All die ganzen Jahre von Den Toten Hosen
Wie's aussieht: Wie viele sind denn das hier geworden? Plötzlich muss man als Altgedienter auf dem Parkdeck ganz hinten stehen... Das hätte es früher nicht gegeben!

PS: Ihr wollt nicht nur von mir lesen, sondern auch was hören? Dann schaltet am Donnerstag ab 18 Uhr www.uni-vox.de an... Und den passenden Werbespot gibt's hier: http://www.youtube.com/watch?v=qXkgcnxr1Qk

Mittwoch, 26. September 2007

Sachen gibt's...

... die gibt's gar nicht - so sagt es zumindest das Sprichwort. Das werden sich auch die geneigten Leser meines letzten Blogeintrags gedacht haben. Aber da ging es ja auch um etwas das es gar nicht gibt. Nämlich um die Glorreiche Revolution vom 25. Mai und die Republik der Sirupminenstraße... fiktionale Ereignisse aus dem großartigen Roman "Die Nachtwächter" von Terry Pratchett. Meiner Meinung nach ein großartiges Buch, dem ich mit dem letzten Eintrag - der wie ihr richtig vermutet nur aus Zitaten besteht - ein kleines Dankeschön gesetzt habe.

Ich bin also noch bei weitem nicht völlig durchgedreht, hier in meinen beschaulichen vier Wänden, auch wenn es mir mittlerweile vorkommt, als hätte ich bereits mehrere Lastwagenladungen Ramsch in den letzten Tagen nach draußen geschafft. Aber dazu später noch etwas mehr... Im Moment quält mich nämlich mal wieder ein fast schon grundsatz-philosophisches Problem. Bereit? Wirklich? Gut, dann aufgepasst:

Warum hat man, wenn man gerade eine schöne Zeit hat, und sich nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft freut, das Gefühl, die Zeit würde schneller vergehen, während man, wenn man auf etwas wartet und/oder gerade etwas unangenehmes/langweiliges macht ,denkt, Väterchen Zeit hätte seine Sanduhr mit Götterspeise gefüllt... (Der Gedanke ist mir übrigens gekommen, als ich heute in meinen Kühlschrank gesehen habe.)

Und was ist, wenn beide Gefühle zusammentreffen? Das sieht bei mir dann gerade so aus:

Warum habe ich das Gefühl, dass die Zeit, bis das neue Semester beginnt und ich mit meinen Arbeiten zur Vorbereitung fertig sein muss - also meine Semesterferien - so unglaublich schnell vergangen sind (also die Zeit, nicht die Arbeit), während der Dezember, wenn ich dann in Urlaub flieg noch meilenweit entfernt scheint (hier sind natülich temporale Meilen gemeint...)

Man könnte fast meinen, die Gedankengänge von den ganzen Psychologen und Philosophen sind über die Jahre in unser schönes Hörfunkstudio gesickert und verkleistern gerade meinen Geist! Ach, weh mir! Um's mal mit Goethe zu sagen...
Wo mir wieder etwas einfällt: Ich habe mich ja bereits als Fan der Trivial-Literatur geoutet, und deshalb von mir an alle Germanistinnen da draußen: Wenn mal wieder einer eurer männlichen Studienkollegen zu euch sagt, er liebt Goethe/Schiller/Lessing/hier-Namen-einsetzen, und er kann euch das ganz genau erklären, vielleicht bei einem Kaffee oder besser gleich bei ihm zu Hause... dann handelt es sich dabei entweder um jemanden, der bereits in der Schule immer etwas seltsam war oder er will euch ins Bett kriegen! Tut mir Leid euch das sagen zu müssen... Und bitte nicht falsch verstehen: Ich mag Goethe/Schiller/Lessing/hier-Namen-einsetzen auch, finde sie sogar sehr toll, aber wenn ich die Wahl habe, dann lese ich auch lieber Pratchett, Witzko, Frisch oder irgendjemanden, mit dem ich nicht in der Schule gequält wurde und den ich für mein Studium nochmal durchgekaut habe, um ihn/sie dann wirklich zu verstehen und vielleicht zu mögen... Aber deshalb würde ich mich niemals als Spezialist ausgeben...

Allerdings könnte ich ja tatsächlich helfen, zumindest jetzt. Denn: Da macht man sich mal wieder schwer beladen auf den Weg zum Papiermüll, ärgert sich noch, dass es jetzt auch noch regnet, ärgert sich, dass der Container auf der zugewandten Seite schon zum Bersten voll ist, setzt seine Last ab, öffnet das Ding und findet vollkommen verdutzt das hier obenaufliegen:



Germanistik-Bücher im Wert von knapp über 200 Euro (In Worten: zweihundert ...te Euro)! Hat da jemand den Müll mit dem Speditionswagen verwechselt? Aber ich bin ja froh, dass es der-/diejenige in den Papiermüll geworfen hat, ansonsten wäre das wohl etwas ekelhaft geworden... Nur, ganz ehrlich: Für 200 Euro wäre ich auch in die Grüne Tonne getaucht, und das sage ich ohne rot zu werden!
Deshalb: Wenn eine von euch Hilfe braucht, ich hab gerade alles bei mir in der Wohnung, dann kann ich uns auch einen Kaffee machen...
Ach ja: Ein Soziologie-Buch ist auch dabei, also keine Sorgen machen, da kann ich auch helfen. Aber was sagt man zu so einem Fund? Richtig: Sachen gibt's... die gibt's nur im Pestheim!

Ansonsten:
Was läuft: Bang von Gorky Park (Ohoho, ohohoh...)
Wie's aussieht: Verregnet, aber es ist deutlich mehr los: Ist schön anzuschauen, wie sich hier die Neu-Einziehenden und die Ausziehenden bepackt wie ein mexikanisches Maultier kurz nach der Ernte übern Haufen rennen.

Montag, 17. September 2007

Herr über das Chaos

Heute habe ich begonnen mal so richtig auf- und vor allem auszuräumen. Ich bin stolz auf mich! Man glaubt es kaum, was sich über die Zeit so alles in 45 Kubikmeter Wohnung ansammeln kann... Ich wusste zum Beispiel nie (außer als ich umgezogen bin), dass ich einen "Express-Grill mit Waffeleisen" habe. Was ich da alles hätte zaubern können! Genauso wundert es mich ja, dass ich zwar so ziemlich sämtliche Küchengeräte mit Ausnahme einer Mikrowelle besitze, einschließlich einer Friteuse/Fondue und einem Backofen, dass mir aber noch nie jemand ein Kochbuch geschenkt hat (zumindest habe ich derzeit eines leihweise). Aber ich bin ja bis jetzt nicht verhungert und werde es wohl auch weiterhin schaffen.

Unglaublich ist vor allem, was man bei solchen Aktionen immer an Müll nach draußen bringt. Ich mach das hier ja nicht zum ersten Mal, aber trotzdem finde ich stapelweise Zeug, das ich vor einem Jahr schon hätte wegschmeißen können. Wenn das so weiter geht, wird's hier am Ende richtig leer ausschauen. Was mich jedoch nicht unbedingt stört...

Aber noch ganz andere Dinge kommen da zum Vorschein: Mitschriften, Referathandouts und sogar eine Klausur aus dem 1. Semster! Zu allererst sind mir da die Aufzeichnungen der Vorlesung "Massenkommunikationssystem der Bundesrepublik Deutschland" in die Hände gefallen... Und zu meinem Glück natürlich der Teil, den ich dank HiWi-Job und Herrn Stöber mittlerweile im Schlaf mitsprechen kann. Aber auch meine Ergüsse in der Klausur zur Neuere deutsche Literatur I - Vorlesung waren überaus erbauend, muss ich schon sagen! Hinzu kamen die Skripte zu den Hörspielen "Ole auf der Reise zum Schloss der willigen Weiber" (war das schön!) und "Sara - Alles wird gut" (zu schade, dass diese Übung in diesem Semester nicht zustande kommt...), bei denen ich mitarbeiten durfte. Es ist mir bis heute ein Rätsel, wie wir das damals produzieren konnten...
Aber auch eine weitere sehr interessante Seite meiner Aufzeichnungen ist mir da in die Hände gefallen. Nämlich aus dem Seminar "Soziologie der Medien"; dabei ging es um einen Vergleich von Weblogs wie diesem hier mit Klowänden... Ich weiß nicht mehr, wer damals dieses Zitat gebracht hat (mal Jan Schmidt fragen), aber es hat mich schon schmunzeln lassen, dass ich jetzt ebenfalls zu einem solchen Autor der virtuellen Abort-Abgrenzungen geworden bin. Ganz zu schweigen davon, dass man nun nicht mehr nur auf die Klowände in der Heimat angewiesen ist, nein, man kann auch Klowände aus aller Herren Länder begutachten. Mit Bildern! Auch wenn ich es manchmal Schade finde, dass es sich dabei nicht um das orthographisch falsche und anatomisch gewagte Graffiti handelt, das sich zum Beispiel im Smile in Erlangen findet. Dort haben sich übrigens besonders philosophische und begabte Pissoir-Philosophen und Lokus-Künstler verewigt (einschließlich ein damals 17-jähriger Schüler nach einigen 'James Bonds' und 'Caipirinhas'...), ist also auf alle Fälle einen Besuch wert. Wo mir einfällt, dass ich hier in Bamberg noch keine solchen künstlerischen und weltanschaulich- wie auch politisch-kritischen Toilettenwände gefunden habe, mit Ausnahme von denen im Morph-Club. Wer gegenteiliges weiß, bitte einen Kommentar hinterlassen!

Aber so schlimm ist das ja nicht, immerhin kann ich nun hier im Internet all die vielen Blogs lesen, auch wenn ich nach einiger Lektüre beschlossen habe, dass es einfach nicht das selbe ist... vielleicht sollte ich mich mit runtergelassenen Hosen und leicht nach vorne gebeugt an den Rechner setzen, vielleicht liegt's daran?

So, mein Kaffee ist fertig und in der Zwischenzeit habe ich noch etwas weiter gemacht. Vielleicht sollte ich mein Diplomarbeits-Thema doch noch einmal überdenken und irgendetwas mit Herrenmagazinen machen. Besser sortiert und vollständiger als das Sammelsurium, dass ich gerade aus allen Ecken meiner Wohnung hervorgezaubert habe, kann, glaube ich, nicht einmal das Archiv der MAXIM-Redaktion selbst sein... Allerdings machen die vielen Hefte meine Queste wider das Chaos nicht unbedingt einfacher. Verführungen des Teufels, sage ich! Aber so etwas hält einen wahren Streiter für das Licht nicht auf! Harharhar!
Oh, ich glaube ich schweife ab... und als Streiter für das Licht bin ich ja erst am Wochenende wieder unterwegs, wenn's wieder auf Con geht... Aber dazu vielleicht beim nächsten Mal mehr.

Ich mach mich jetzt noch ein wenig an die Arbeit, so dass ich zumindest bis heute Nacht das Bett wieder frei habe...

Ansonsten:
Was läuft: Creel 2007 von Fiddler's Green
Wie's aussieht: Regnerisch, was mir diese Woche gar nicht in den Kram passt! Sofort aufhören! Und das gilt auch für die Hip Hop-Kinder, die hier gegenüber meinen, ihren Aggro-guter-Junge-ich-hab-den-Längsten-Bitches-Mist über ihre Handys laufen zu lassen! Damit das mal klar ist! Tschüß!

Freitag, 14. September 2007

Die gute neue Zeit...

Ich hab ja schon von der guten alten Zeit geschrieben, als Computer-Helden noch 2D waren und Twix noch Raider hieß (das musste jetzt einfach sein...), aber mal ganz ehrlich: Ohne die heutige Technik ist's doch auch doof. Dann könnte ich mich zwar mit Simon the Sorcerer, Guybrush Threepwood und all den anderen unterhalten (die antworten mir bloß immer nicht), nicht aber mit den lieben Leuten, die am anderen Ende der Welt oder in vollkommen anderen und fremden Kulturen (also Frankreich) ihr Auslandsjahr machen.
Diese Wunder heißen ja, wie wir alle wissen E-Mail, studivz (wo ich im Moment lauter Nicht-Studenten antreffe), dieser und all die anderen Blogs und natürlich Skype. Skype ist toll... Hab vor einem Jahr davon erfahren und erst jetzt so langsam den Nutzen erkannt. Gut, für viele wird das ganze Spektakel nicht so neu sein, aber ich bin ja bis letztes Semester nur in der Arbeit oder bei meinen Eltern mit 56k-Modem ins Netz... Also Quasi-Steinzeit in Igensdorf!
Deshalb hatte ich mich auch immer vor ISQ verschlossen... Ruf ich denjenigen halt an, bekomm ich nicht so wunde Finger.
Aber jetzt... Ich sag's euch, da klingelt's am Bildschirm, man macht schnell des Headset um, annehmen, Kamera ein und schon kann man Leuten auf La Réunion oder in Budapest zuwinken und die können sehen, dass ich immernoch nicht aufgeräumt hab... Toll!
Aber man kann natürlich auch nur schreiben: Dann verliert man aber ganz schnell den sinn für die dolle deutsche rechtschreibung nich das mir dat was ausmacht, nur auf dauer wärs doof...
Aber etwas Anderes hat die neue Technik leider auch bewiesen... Wenn ich also aus Pratchett zitieren dürfte: "Eine Lüge läuft um die Welt, bevor die Wahrheit die Stiefel angezogen hat."

Ansonsten:
Was läuft: Inas Stimme aus La Réunion... passend zum Thema.
Wie's aussieht: Duster is ja auch schon spät... Die ersten Neuen ziehen aber ein, da kann ich wenigsten den Leuten beim Kisten schleppen zu schauen.

So viel für heute!

Donnerstag, 13. September 2007

Die gute alte Zeit...

Mein Gott, was haben wir heute nicht alles für Probleme, Rätsel des Alltags und so weiter und so fort zu bewältigen. Wenn ich mir zum Beispiel denke: Warum scheint zwar die Sonne, aber es ist immernoch zu kalt um sich in kurzer Hose raus zu setzen? Und warum wohne ich eigentlich auf der Ostseite, so dass ich nur morgens die Sonne mitbekomm, wenn ich sie nicht brauchen kann? Und warum sind meine Zigaretten schon wieder alle? Und warum ist hier nix los? Und was habe ich schon wieder dringendes Vergessen? Fragen über Fragen...

Wie schön war da noch die gute alte Zeit! Meistens hatte man die Lösung für deine Probleme schon irgendwann parat... oder man hat einfach alles ausprobiert! Und so richtig falsch konnte man ja nix machen... Denn zum Glück kann man ja 10 Minuten die Luft anhalten und irgendwann kommt man schon drauf, dass man einfach das Idol wieder einstecken muss.
Wobei es natürlich auch so seine Schwierigkeiten gab: Wo ist dieser verdammte Otis hin? Wie bekomme ich einen Kredit? Wie werde ich Largo los? Wie komme ich dahin, wo ich hin muss? Warum habe ich jetzt den Farbstoff in den Brunnen geworfen?
Und natürlich war mit den Frauen damals auch alles schwieriger: Wenn man dortsteht und nur "Hmglpft", "Bgllw", und "Dmnkl" rausbringt oder wenn man sich fragt, wie man die Kleine jetzt ansprechen soll: Mit "Hat er Dir gesagt, daß ich Gemüsehändler bin - mit einem speziellen Interesse an Melonen?" oder "Dann weißt du sicher auch, daß ich einen großen Zauberstab besitze."
Wie? Ihr versteht nur Bahnhof? Oder ihr lacht euch grad kringelig?
Ich spreche natürlich von der guten alten Zeit der 2D-DOS-Point'n'Click-Adventures... Die Zeit, als man Nachmittags noch gespielt hat und sich dann am nächsten Tag mit seinen Kumpels ausgetauscht hat, wie weit man schon ist... Oder wo man vor den Zeiten des Internets mit seinen zahlreichen Komplettlösungen (die ich bis heute nicht benutze! naja, manchmal) tagelang an einem Rätsel hing, wie dem legendären Beleidigungsfechten... Ja, die Zeiten von "Monkey Island 1+2", "Simon the Sorcerer 1+2", "Legend of Kyrandia" etc.
Ich habe diese Juwelen der PC-Kultur jetzt wieder für mich entdeckt, um mal so richtig abzuschalten und zu lachen... Auch wenn man das Hirn teilweise schon richtig strapazieren muss und ich bis jetzt noch nicht weiß, wie ich Simon 2 damals durchgeschafft habe, als ich noch nicht Terry Pratchett gelesen habe...
Da bin ich natürlich heil froh, dass ich noch keine Uni habe, sondern noch ein paar Tage diesen Kleinodien widmen kann (neben In-der-Sonne-sitzen, Arbeiten, Semester vorbereiten, Skype und Film).

Ansonsten:
Was läuft: "depression, 2, 3, 4" von la boum (danke Ina!)... "Ich bin nicht glücklich, aber laut!"
Wie's aussieht: sonnig, nur ein paar Wolken, aber immernoch keine Menschen, die hier rumlaufen (oder sich gegenüber am offenen Fenster ausziehen, gell Arndt =)

Euch allen noch ein herzliches "Wie passend - Du kämpfst wie eine Kuh!"

Mittwoch, 12. September 2007

Halbzeit der Semesterferien

So, nun mal ein paar Gedanken:
Zunächst stellt sich mir die Frage, warum die Arbeit auf meinem Schreibtisch noch immer da ist... Vielleicht weil ich sie im Moment hauptsächlich durch die Gegend schieb. Aber es ist ja noch etwas Zeit... Noch...

Außerdem: Warum kommen die ganzen Urlaubsangebote erst dann, wenn ich mich schon damit abgefunden hab, diese Ferien nicht mehr wegzufahren oder dann für nächstes Jahr, wenn ich eigentlich Diplomarbeit schreiben will. Mal schaun, was das wird.

Und natürlich: Endlich wieder etwas Sonnenschein heute! War das toll! Am alten Rathaus sitzen, ne Cola trinken und in der Gegend rumgucken...

So, gleich kommt mein Abholer für's Fußballspiel gucken, deshalb nur sehr kurze Gedanken...

Was im Moment läuft: Spitting off Tall Buildings - MC Noise
Ausblick: dämmrig, im Moment verirren sich nach hier hinten kaum Menschen (oder ich sehe sie durch die ungeputzten Fenster nicht).

So viel von mir, nächstes Mal mehr!